Bordeaux: Spektakuläre Cité du Vin

Es ist schon faszinierend, das neue, futuristische Museum der Cité du Vin in Bordeaux. Direkt an der Garonne gelegen ist es eine einzige Hommage an den Wein. Wo sonst könnte ein idealerer Standort sein als in einer der bekanntesten Weinmetropolen der Welt in einem der berühmtesten Anbaugebiete überhaupt? Jedenfalls haben die Stadtväter von Bordeaux, allen voran Bürgermeister Alain Juppé, mit dem extravaganten 80-Millionen-Euro-Projekt  im Südwesten Frankreichs einen ziemlichen Coup gelandet.

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Die Ausstellungen sind so interessant, mitunter fesselnd, dass ich sage und schreibe vier Stunden in den Museum zugebracht habe. Ohne Pause. Das ist bis jetzt noch nicht allzu häufig bei einem Museumsbesuch vorgekommen. Fazit: Es lohnt sich. Sehr.

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Was wird gezeigt? Auf 3.000 Quadratmetern geht es um die Geschichte des Weines, um Geografie, Anbautechniken, Verpackung, Transport. Besucher erschnuppern – ganz interaktiv – die unglaubliche Vielfalt an Weinaromen von Lakritze bis Leder. Mail sieht man dazu Lakritzrollen oder Lederhandschuhe unter einer Glashaube, mal erscheinen auf einem Bildschirm die Aromen etwa von dunklen Waldbeeren, während man den fruchtigen Duft einatmet. Am Ende genießt man in der bar Belvédère mit dem 360-Grad-Rundumblick auf die Stadt ein Gläschen auf Kosten des Hauses. Es ist im Eintrittspreis von 20 Euro inbegriffen.

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www.laciteduvin.com

Fotos: Kirsten Lehmkuhl